Bösartige Schilddrüsentumoren entstehen durch das ungebremste Wachstum eines Schilddrüsenzellstammes. Im Gegensatz zu den gutartigen Wucherungen wie zum Beispiel beim Knotenkropf zeichnet sich das Wachstum bösartiger Tumoren durch das Einwachsen in Nachbarorgane aus. Zusätzlich haben diese bösartige Geschwüre (Karzinome) die Eigenschaft durch Verschleppung von Zellen in Lymphbahnen oder im Blutstrom Zweitgeschwüre (auch Ableger oder Metastasen genannt) zu bilden. Nicht alle Schilddrüsenkarzinome sind in gleichem Masse bösartig. Entsprechend dem Zellbild unterscheidet man gut differenzierte und schlecht differenzierte Karzinome. Die gut differenzierten Karzinome zeigen ein relativ langsames Tumorwachstum und sind im Allgemeinen sehr gut therapierbar und haben darum eine sehr gut Prognose. Glücklicherweise sind die schlecht differenzierten Tumoren ausserordentlich selten.Ein schnell wachsender Schilddrüsenknoten ist das typische Symptom des Schilddrüsenkarzinoms.
Mit zunehmendem Wachstum können durch Verdrängung und direkten Befall der Nachbarorgane die typischen Symptome des Kropfes zum Symptombild hinzutreten: Grössenzunahme des Halses, Klossgefühl, Engegefühl im Halsbereich, Schluck- oder Atembeschwerden, Heiserkeit.
Fortbildungsnachmittag Endokrino-/Diabetologie:
"Schilddrüsen-Update"
Do, 28. Juni 2012, 13:30 – 18:00 Uhr
Nächstes Kolloquium:
Diabetes und Karzinomrisiko
Dr. Christian Rothermundt, Oberarzt mbF Onkologie, KSSG
Prof. Michael Brändle, FBL, Endokrinologie, Diabetologie, Osteologie, KSSG
Mi, 15. August 2012
18:30-20:30 Uhr
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