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Lipid-Sprechstunde


Der Fachbereich Endokrinologie/Diabetologie stellt mit der Lipid-Sprechstunde ein neues Dienstleistungsangebot zur Verfügung. Ziel der Lipid-Sprechstunde ist es, die Behandlung von Patienten mit Lipidstoffwechselstörungen zu optimieren.

 

Für folgende PatientenInnen soll eine fachärztliche Beurteilung erwogen werden:

 

1. Verdacht auf das Vorliegen einer familiären Hyperlipidämie (z. B. familiäre Hypercholesterinämie, familiär kombinierte Hyperlipidämie)

Betroffene Patienten haben ein sehr hohes kardiovaskuläres Risiko und sollen frühzeitig, ausserhalb der allgemein gültigen Guidelines behandelt werden. Da diese Erkrankungen z. T. autosomal-dominant vererbt werden, sind oft 50% der erstgradig Verwandten betroffen und sollen frühzeitig erfasst und behandelt werden (Familienscreening).

 

Eine Abklärung ist in folgenden Situationen indiziert

  • positive Familienanamnese für frühzeitige KHK (Männer < 55 Jahre, Frauen < 60 Jahre)
  • bekannte Hyperlipidämie bei erstgradig Verwandten
  • LDL-Cholesterin > 5 mmol/l
  • Gesamtcholesterin > 6 mmol/l und Nüchtern-Triglyceride > 1.7 mmol/l


2. Unzureichend kontrollierte Hypercholesterinämie

PatientenInnen die trotz einer adäquaten Therapie mit einem potenten Statin (Sortis® 40-80 mg, Crestor® 10-20 mg, Simvastatin 40-80mg) und adäquater Compliance folgende LDL-Cholesterin-Zielwerte nicht erreichen:
  • Manifeste Arteriosklerose (KHK, PAVK, CVI) oder Diabetes mellitus Typ 2: LDL-C < 2.6 mmol/l
  • Manifeste Arteriosklerose (KHK, PAVK, CVI) und Diabetes mellitus Typ 2: LDL-C < 1.8 mmol/l


3. Schwere Hypertriglyzeridämien
Bei einer ausgeprägten Hypertriglyzeridämie besteht die Gefahr der Entwicklung eines Chylomikronensyndroms, bei dem es zu einer akuten Pankreatitis, eruptiven Xanthomen und neuropsychiatrischen Störungen kommen kann.

  • Nüchtern-Triglyzeride > 5 mmol/l
  • Spontane Triglyzeride > 10 mmol/l


4. Tiefes HDL-Cholesterin

Tiefe HDL-Cholesterinwerte sind ein etablierter kardiovaskulärer Risikofaktor. Ob eine medikamentöse Anhebung des HDL-C das kardiovaskuläre Risiko reduziert, ist umstritten. Es gibt jedoch Daten aus kleineren Studien, die vermuten lassen, dass eine Behandlung mit retardierter Nikotinsäure zusätzlich zur Statintherapie die kardiovaskuläre Morbidität senken kann.

Folgende HochrisikopatientenInnen sollen bezüglich dieser Therapie evaluiert werden:
  • HDL-Cholesterin < 1.1 mmol/l (Männer)/< 1.3 mmol/l (Frauen)
  • Erneutes kardiovaskuläres Ereignis obwohl das LDL-Cholesterin unter Statintherapie im Zielbereich liegt (<2.6 resp. < 1.8 mmol/l)


5. Nebenwirkungen der lipidsenkenden Therapie
PatientenInnen, die unter einer lipidsenkenden Behandlung therapieassoziierte Nebenwirkungen (Myopathie, Myalgie, Hepatopathie) entwickeln.

 

News

Fortbildungsnachmittag Endokrino-/Diabetologie:

"Schilddrüsen-Update"
Do, 28. Juni 2012, 13:30 – 18:00 Uhr

 

Info-Flyer

 

Nächstes Kolloquium:

 

Diabetes und Karzinomrisiko

 

Dr. Christian Rothermundt, Oberarzt mbF Onkologie, KSSG

Prof. Michael Brändle, FBL, Endokrinologie, Diabetologie, Osteologie, KSSG

 
Mi, 15. August 2012

18:30-20:30 Uhr

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