Das Syndrom des Diabetischen Fusses ist ein sehr komplexes Krankheitsbild mit entsprechend hohen Anforderungen an Diagnostik und Therapie. Nur eine pathogenetisch orientierte Therapie kann hierbei zum Ziel führen. Eines der ganz wesentlichen Ziele ist die Senkung der Amputationsrate um bis zu 80%. Dass dies erreichbar ist, konnte in mehreren Studien empirisch belegt werden.
In unserem Diabetesteam sind die Diabetologie, Ernährungsberatung und Diabetesberatung vertreten. Dabei beruht unser Ansatz entscheidend auf einer sinnvoll und effizient vernetzten Zusammenarbeit aller unverzichtbaren Berufsgruppen, etwa Hausarzt, Spitex, Gefässchirurgie, plastische und Wiederherstellungs-Chirurgie, Infektiologie, Angiologie, interventionelle Radiologie, Orthopädieschuhmacher, Gipsmeister und Podologie. Daraus resultiert eine spezialisierte Betreuung mit verzahnten Strukturen im ambulanten und stationären Bereich. Dies ist schon deswegen zwingend erforderlich, weil unsere Patienten bereits zum Zeitpunkt der Feststellung eines Diabetischen Fusssyndromes eine hohe Mortalität aufweisen, etwa durch koronare Herzerkrankung oder diabetische Nephropathie. Ein besonderer Vorteil dieses Konzeptes ist, dass die Patienten während der Behandlungszeit kontinuierlich vom selben diabetologisch geleiteten Team betreut werden, was einer konventionellen konsiliarischen Betreuung deutlich überlegen ist. Zu betonen ist, dass auch primär und sekundär präventive Aspekte in unserer Arbeit eine grosse Rolle spielen, etwa in Form einer diabetesgerechten Schuhversorgung vor Eintritt einer Ulzeration, aber auch nach deren Abheilung.
Fortbildungsnachmittag Endokrino-/Diabetologie:
"Schilddrüsen-Update"
Do, 28. Juni 2012, 13:30 – 18:00 Uhr
Nächstes Kolloquium:
Diabetes und Karzinomrisiko
Dr. Christian Rothermundt, Oberarzt mbF Onkologie, KSSG
Prof. Michael Brändle, FBL, Endokrinologie, Diabetologie, Osteologie, KSSG
Mi, 15. August 2012
18:30-20:30 Uhr
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